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EuroRack SoundLab

DIY BASTELPROJEKTE
 

An einem kleinen analogen Synth mit ErweiterungsModulen bastele ich ja bereits seit einer Weile (immer mal wieder) herum. Zuerst war es der kleine ShruDoeMZ, ein Hybride aus MutableInstruments Shruthi zusammen mit dem MfB Microzwerg und einem einzigen Doepfer Modul. Daraus wurde in mehreren "Anläufen" der DoeMZ, ohne Shruthi, dafür einem Mehr an Doepfer Modulen.
Aktuell kam nun noch der Behringer Model D hinzu. Da dieser bekanntermaßen aus seinem Gehäuse herausnehmbar ist, um ihn in ein EuroRack einzubauen, war es der Plan, dieses nun auch noch dem MicroZwerg angedeihen zu lassen. Also; ein entsprechend großes Zuhause für die EuroRackModule galt es zu bauen, und eben den MikroZwerg entsprechend umzubauen.

 
 

So schaut der MicroZwerg aus, wenn er aus seinem PlastikCase genommen und die Frontplatte entfernt wurde.

 
 

Hier mit umgedrehter Frontplatte

 
 

Für den Einbau in ein EuroRack-Blech müssen die hinteren Anschlüsse entfernt werden, weil es ansonsten nicht ins Rack passen würde. MIDI und Power-Anschlüsse sind unkritisch, sehr leicht zu entfernen (auszulöten), der Ausbau der Buchsen ist trotz Entlötpumpe eine kleine Herausforderung. Lötaugen und ggf. Teile der feinen Leiterbahnen können sich lösen. Man sollte vor der Aktion sehr genau hinschauen, wo genau die Buchsen angeschlossen sind, um hier nach dem Auslöten ggf. neue Verbindungen zu den neuen Buchsen (im neuen Frontblech) legen zu können!!!!

 
 
 

Das neue EuroRack-Blech, Höhe 128mm, mit der aufgeschraubten, vorhandenen MZ Frontplatte (wozu alles neu machen??). Bei der Positionierung muß sehr genau auf die Überstände der Platine geachtet werden (sie ist größer als die Original-Frontplatte), sonst wird der Umbau trotz eines passenden neuen Blechs ggf. doch nicht ins Rack passen!!!

 
 

Ein passendes Gehäuse für alle Module (MicroZwerg, Boog Model D, diverse Doepfer Module, einige DIY Bleche) baue ich selbst. Zwei 128mm Elemente ordne ich im 60 Grad Winkel zueinander an, dazwischen mit 30 Grad Neigung ein nur 3cm schmales Element zur Aufnahme von Multiples, passiven Attenuators etc.  

 
 
 

Das InnenLeben von hinten gesehen

 
 

Und hier noch die BedienOberfläche.
Die Stromversorgung erfolgt getrennt; der Originalanschluß für den Boog, für MicroZwerg und Doepfer Module habe ich die Stromversorgung meinem Vorprojekt entnommen.

Das Model D läßt ein paar wenige Modifikationen zu. So ist z.B. eine PulsBreitenModulation einfach zu realisieren. Informationen zu diversen ModifikationsMöglichkeiten finden sich u.a. hier.
Ich habe zudem noch alle 3 Osci Signale direkt am Vol Poti (natürlich direkt und nicht vom Schleifer) abgenommen und nach außen geführt. Eine Auftrennung zwischen Mischer Ausgang und Filter Eingang erschien mir nicht ratsam. Der korrekte TrennPunkt läßt sich anhand des Schaltplanes (ebenfalls unter dem Gearslutz-Link zu finden) ausfindig machen, dieser befindet sich jedoch auf der Platinenvorderseite. Und an den SMD Bauteilen werde ich mich hüten herumzulöten.

 
 

Ein kleiner Ausschnitt aus der Boog Model D Platinen Vorderseite

 

Weshalb diese Kombination Boog Model D und MfB MicroZwerg?
Nun, den MicroZwerg besitze ich bereits seit vielen Jahren, hatte mittels einiger ergänzender Doepfer Module bereits zuvor ein kleines ModularRack gebastelt (s.o.).
Einen MiniMoog wollte ich eigentlich schon immer haben, nur, das Original konnte (und wollte) ich mir dann doch nicht leisten. Zudem, ein weiterer Synt mit einer eigenen Tastatur? Ich mag lieber Xpander, Tasten stehen schon genug herum. So war es eine große Freude für mich, dass Behringer den MiniMoog zu einem erschwinglichen Preis clonte, dazu noch ohne eigene Tastatur, und aus dem Case herausnehmbar. Perfekt! Ob nun mit "richtigen", großen Bauteilen aufgebaut (Widerstände, Kondensatoren, Transitoren etc.) wie das Original, oder aktuell mit SMD Bauteilen, sollte am ursprünglichen Klang keinen wirklichen Unterschied machen. Das Teil ist komplett diskret, analog aufgebaut, ohne die heute übliche "EinRiesen-IC"-Architektur. Auch wenn ich keinen direkten Vergleich habe, für mich klingt er nach MiniMoog und keinesfalls nach "Plastik"Kiste.

Boog Model D vs. MfB MicroZwerg
Das Model D hat 3 Oscis, der MZ lediglich 2. Aber! Einer der MZ Oscis hat eine Pulsbreitenmodulation, was den Klang gleich lebendiger, fetter, organischer machen kann. Nicht so das Model D. Aber! Dies ist aber sehr einfach nachrüstbar (s.o.). Ich habe die Oscis 2 und 3 damit ausgestattet. Der MZ verfügt leider nur über einen ADSR Generator, dieser zudem mit eher kurzen Attack und Decay/Release Zeiten. Model D hingegen hat 2 davon, sogar wunderbar lange Zeiten sind möglich. Dafür ist Model D wiederum nicht so gut ausgestattet im LFO-Bereich, hat nur einen einzigen LFO mit lediglich Dreieck und Rechteck. Allerdings kann Osci 3 auch als LFO benutzt werden, dieser dann mit einer größeren Auswahl an Wellenformen. Allerdings, es gibt im Boog leider keine S&H Funktion, sehr wohl hingegen im MZ. Insgesamt gibt es beim MZ tatsächlich mehr Patch- und Break-Points als beim Boog, der MZ ist deutlich flexibler zu benutzen, so klein dieses "Biest" auch sein mag. Alles in allem kann ich sagen, die beiden Monos nehmen einander nichts, beide sind klasse, haben ihre jeweiligen Vor- und Nachzüge :-) Und beide klingen hervorragend, besonders natürlich in der Kombination, auch mit den weiteren Modulen von Doepfer. Insgesamt 5 Oscis, 3 Envelops, 3 LFOs, 4 Filter, und und und im Rack, damit läßt sich eine ganze Menge anfangen.


 
 
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