LeStrum im Korg Microarranger - mariemusic, electronic music, - instruments & synthesizers, DIY and modifying

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

LeStrum im Korg Microarranger

DIY BASTELPROJEKTE
 

Aktuelles Projekt: Einbau einer "LeStrum" in den Korg Liverpool (Microarranger)
oder: der weite Weg zum perfekten Ergebnis
Dies ist nun bereits mein drittes Projekt mit der LeStrum, die beiden zuvor hier:
Le Strum    Le Strum 2

 

Dazu müssen die Lautsprecher erst einmal raus, an deren Stellen pflanze ich die Bedienelemente (einer weiteren) LeStrum ein. Links die Chord Taster, rechts ein Touchfeld für die Strummig Funktion. Touch Sensoren deshalb, weil der Wechsel vom Spiel mit der rechten Hand auf den Keys zu einem Griff nach dem  Stylus(Kontakt)Stift doch eher doof wäre. Viel angenehmer ist es da, mit den gleichen Fingern einfach über eine Touch-Fläche zu gleiten.
Zum Öffnen des Gehäuses müssen von der Unterseite her ALLE Schräubchen rausgedreht werden, die silbrigen wie auch die schwarzen. Dann kann man das Oberteil mit allen Bedienelementen vorsichtig vom Unterteil abklappen. Aber Achtung, es gibt eine Menge an Verbindungskabeln, nicht zu forsch vorgehen.
Und auch an dieser Stelle muss es wieder erwähnt werden: Durch diese Rumbastelei erlischt selbstverständlich jede Gewährleistung und Garantie.

 
 

Ein einziger Steckverbinder nur muß getrennt werde (gekennzeichnet mit 1), und die Klammern, welche die Kabel gebündelt zusammenhalten, müssen gelöst werden (2 und Bild darunter), dann können Unter- und Oberteil aufgeklappt hintereinander gelegt werden, und alle "Innereien" sind erreichbar.

 
 

Als Erstes müssen die beiden Lautsprecher raus. Kabel ablöten oder -schneiden, losschrauben, und dann gleich noch die Schutzabdeckungen abschrauben.

 
 
 

Und so schaut es dann von oben aus.

 
 

Jetzt kann die ganze Fläche (bis auf die Randauflage) mit einem feinen Handfräser herausgefräst werden. An den Unterseiten der Abdeckgitterhalterungen klebe ich nun mit Zweikomponenten-Kleber M4 Gewindehülsen an (zuvor noch die Löcher auf 4,5 mm aufbohren!). Hier werden später die neuen Einsätze mit den LeStrum Bedienelementen festgeschraubt.

 
 

Nun zur Elektronik:
Auf der rechten Seite findet die Touch Elektronik für die Strumming Funktion ihren Platz. 2 verschiedene Baugruppen werden dafür benötigt; die TouchSensoren und die damit angesteuerten Relais-Boards. Beides bekommt man für ganz kleines Geld über ebay in China, sucht nach "TTP224 4-Kanal-Digital-Touch-Sensor-Modul" und "8-Kanal 5V Relais Konverter fuer Arduino".
(Die verwendeten Baugruppen gibt es auch in anderen Anordnungen, z.B. 16 Relais auf einem Board, 8 Touch-Sensoren auf einem Board).

 
 

Ganz wichtig ist eine kleine Drahtbrücke die noch einzulöten ist (rot eingezeichnet). Damit sind die TouchSensoren in den Modus "normaly high" gesetzt. Dies ist wichtig, weil sich die Relais bei "high" am zugeordneten Eingang im Ruhezustand befinden, bei "low" hingegen ziehen sie dann an. (Dies ist wohl den Eigenarten der ArduinoBoards geschuldet, für welche die Relaisboards ja eigentlich gedacht sind).

 
 

Hier nun sind die 2 eingebauten Relaisplatinen zu sehen. Die farbigen Flachbandkabel sind für den Anschluss der später darüberliegenden TouchSensoren vorbereitet. Gaaaaanz wichtig ist es, auf die korrekte Zuordnungen zu achten; von den SensorFeldern zu den SensorBoards, zu den RelaisBoards, und weiter zu dem StylusFeld des LeStrumBoards. Letztendlich MUSS das Touchfeld 1 dem StylusFeld 1 zugeordnet sein usw. Ansonsten wird ziemliches TonDurcheinander entstehen. Und nicht zuletzt steuert man über die Stylus- bezw. TouchFelder auch MIDI Kanäle und Expression.

 
 

Hier sind noch einige der neuen Anschlüsse an der Rückseite zu erkennen: Für die Lautsprecher (die nun in kleinen externen Boxen "wohnen"), und ein zusätzlicher Stereo-Input für ext. Audios. Dieser "neue" Input führt über ein Stereo-Poti (10k log) zu den l/r Anschlüssen des ursprünglichen Ext.In. (Dieser ist leider nicht in der Lautstärke zu regeln). Auf der linken Seite gibt´s neu den Anschluss für den linken Lautsprecher, die MIDI out Buchse der LeStrum und die 5V StromanschlussBuchse.

 
 

Hier nochmal eine Totale der rechten Seite VOR Einsatz der Touch Sensoren.

 
 

Dies ist das Touch-Feld (noch ohne die Folie). Es ist aufgebaut aus zugeschnittenen Blättchen aus Phosphorbronze (Messing- oder Kupferblech geht natürlich auch), die in 2-Komponentenharz eingelegt und plan verschliffen sind. Rückseitig führt jeweils ein angelötetes Kabelchen zu dem zugeordneten TouchSensor (nächstes Bild).

 
 

Zu sehen ist hier auch das Stereo Vol.Poti (mit Abschirmung) für den ext.Input.

 
 

Hier ist die linke Seite zu sehen, noch VOR Einbau der Akkordsteuerung.
Und das Bild unten zeigt das TasterFeld für die ChordSteuerung mit seiner MatrixVerdrahtung. (Wie diese genau gemacht wird erkennt man in der Schaltung der LeStrum).

 
 
 

Hier nun mit dem "aufgesetzten" LeStrum Board

 
 

Und nun samt Abdeckblech mit bedruckter Folie eingebaut

 
 

Und hier die rechte Seite mit dem TouchStylus Feld, welches auch für MIDI Kanal Einstellung und Expession zuständig ist. Hier befindet sich nun auch der VolRegler für den (neuen) ext. input.

Erste Erfahrungen:
Einen großen Fehler habe ich bei der Auswahl der kleinen Taster (A) gemacht (nicht so schlimm, die kommen für kleines Geld aus China). Diese steuern die ChordEingabe leider nur sehr unzuverlässig,  ziemlich oft klappt das nicht so recht mit dem elektrischen Kontakt.

 
 

Deshalb werde ich mich nun noch einmal an die Arbeit machen müssen, um ein neues Tastenfeld aufzubauen. Jetzt mit Omron Tactil Switches (12/12 mm), der Sprung-Kontaktmechanismus mit sehr kurzem Schaltweg arbeitet erprobtermaßen perfekt. (B) Rein optisch gefiel mir die andere Lösung besser, aber was nutzt das, wenns nicht richtig funktioniert!
Folgendes Bild zeigt die Matrix unter dem neuen Tastenfeld.

 
 
 

Und hier nun mit dem LeStrum Board verbunden

 
 

Und dies ist nun die neue ChordSteuer Oberfläche auf der linken Seite

 

Und nun zur nächste "Baustelle", den Relais.
Ganz anders als bei meinem zweiten LeStrumProjekt machen die hier verbauten Relais einen HöllenLärm. Das Geklacker übertönt jede Musik (was ja nicht immer schlecht sein muß ;-))  Aber es nervt. So vesuchte ich mein Glück erst einmal testweise mit SSR (Solid State Relais bezw. HalbleiterRelais). Da gibt es keine mechanischen Bauteile, somit können sie auch keinen Radau veranstalten.

 
 

Aber auch dies stellte sich schnell als der falsche Weg heraus. Diese SSRs sind nur für Wechselspannungen geeignet, bei Gleichspannungen verharren sie in willkürlichem Zustand. Eine ander Lösung muß also her. Da erinnere ich mich zum Glück an die CMos ICs mit je 4 getrennten bilateralen Schaltern für digitale oder analoge Signale, den 4066. Folgend ein kleiner Schaltplan.

 
 

Die Schalter ist nur dann OFF, wenn die Steuerspannung = der Spannung an Pin 7 ist, also Minus / gnd. Im Ruhezustand soll es schließlich keine Verbindung, keinen Kontakt geben. Hierfür sind die 4 Pulldown-Widerstände 10k sind zwingend erforderlicht. Sie ziehen die SteuerEingänge inden definierten "low" Status. Wird an denSteuerEingängen vom TouchSensor kommend eine positive Spannung angelegt, schließt der Kontakt. In diesem Zusammenhang gaaaaanz wichtig!!!! Die ursprünglich eingelöteten kleinen Drahtbrücken an den TouchSensor Platinen müssen nun wieder getrennt werden!!!!! Die TouchSensoren sollen ja nun im Ruhezustand auf "low" sein, bei Berührung dann auf "high".

 
 

So sehen meine kleinen Zusatzboards mit den 4066ern aus. Je 4 elektronische Schalter für je 4 SensorFlächen.

 
 

Und diese klebe ich mit 2 KomponentenKleber jeweils senkrecht neben die TouchSensor Boards. "Nur" noch alle Ein- und Ausgänge korrekt miteinander verbinden, und alles läuft nun so wie es gedacht war, ganz ohne Relaisgeklacker.

 
 

Bei der SensorBedienOberfläche ist alles beim alten geblieben, verändert wurde schließlich "nur" das Innenleben.

 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü