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USB & MicroKey - MIDI

TIPPS & TRICKS

Thematik: MIDI USB Host
Wie gewinnt man aus einem USB Gerät MIDI Daten ohne Rechner ?
Und wie erst aus einem Korg MicroKey ?


 

MIDI-Geräte mittels Interface per USB-Kabel mit dem Rechner verbinden - das ist der seit langem bekannte und übliche Weg. Umgekehrt, die moderneren USB-Geräte (die ja in erster Linie für die Nutzung mit dem Rechner gedacht und gemacht sind) auf direktem Weg mit MIDI-Equipment zusammenzubringen, ist etwas völlig anderes.

Ich mag diese kleinen "nur noch USB"-Teilchen, z.B. die Korg Nano Serie. Auch das Microkey 61 hat es mir angetan, ein flaches, kurzes Keyboard, das sich wunderbar noch VOR einem normalgroßen Keyboard plazieren läßt. Es gibt da nur ein kleines Problem; die Teilchen sind prima für das Zusammenspiel mit Computern und VSTis, will man aber MIDI Equipment damit steuern, ist´s schon nicht mehr ganz so einfach. Bislang habe ich lediglich eine einzige Hardware gefunden, die die Wandlung von MIDI nach USB als Host ermöglicht, den MIDI USB Host von Kenton.

 
 

Das Interface von Kenton funktioniert angeblich mit allen class compliant USB Geräten zusammen. Ich kann das natürlich nicht überprüfen, aber immerhin, mit meinem Nanapad 2 zusammen funktioniert es völlig problemlos: Nanopad an den USB-Anschluss, MIDI Out an einen beliebigen MIDI Synth oder Expander. Perfekt!

 
 

Gleiches gilt für das MicroKey 25, anschließen, wird problemlos "erkannt", und das MicroKey 25 hat statt des USB-Ausgangs einen "echten" MIDI-Ausgang

 
 

Nicht so mit dem Microkey 61 (37 dito) . Ist zwar auch class compliant, dennoch funktioniert die Erkennung nicht! Nach einigen Recherchen im Netz bin ich darauf gestoßen, dass es mit den Microkeys ein Sonderfall ist. Denn diese wiederum sind mehr als nur EIN USB Gerät, also nicht nur Keyboard, sondern zugleich noch aktiver Hub (2 weitere USB Geräte lassen sich daran anschließen). Genau daran liegt es wohl, dass die Microkeys vom Kenton MIDI USB Host nicht erkannt werden können.
Nach einigem Hin und Her habe ich einen Weg gefunden: Und dieser führt über ein Netbook (jeder andere / größere Rechner würde es ebenso ermöglichen. Nur das Netbook ist eben schön klein, kann noch einfach ggf. auch in ein Live-Setup integriert werden, und braucht zudem sonst nichts weiter zu können). Mein MINI HP Netbook (1,66er Atom, 2GB RAM) habe ich gebraucht für 120 € erworben. (Der Kenton MIDI USB Host kostet knapp 100 €)

 
 

Diese beiden Programme sollten auf dem Netbook installiert sein (Korg Kontrol Editor und ein Sequenzer - ich mag das Studio One von PreSonus - gibt´s in einfacher Form sogar als freeware). Aber ganz wichtig! Zuerst natürlich den korrekten Treiber von Korg installieren.
Dann sollte auf Anhieb das Microkey vom Netbook erkannt werden.
Jetzt können max. 2 weitere USB Teile am Microkey angeschlossen werden (z.B. aus der Korg Nano-Serie).
Noch ein einfaches USB MIDI Interface (ich benutze eines von MIDITECH) angeschlossen (wird ohne Treiber erkannt), im Sequenzer schnell noch die MIDI Ein- und Ausgänge ausgewählt.......

 
 

und in der Instrumentenspur können die MIDI Ein- und Ausgänge gewählt werden. Ich stelle auf "alle Eingänge", da ich ja an den Hub des Microkey noch das Nanopad 2 angeschlossen habe, und dies soll natürlich auch seine Daten durchreichen können.

 
 

Und so schaut dann mein gesamter Aufbau aus.
Studio One übersetzt nun das USB-Protokoll ins MIDI-Protokoll
(ganz findige Tüftler mit entsprechenden Programmierkenntnissen würden das gewiß auch mit einem Microprozessor hinbekommen)

 
 

Und via MIDITECH USB MIDI Interfache lassen sich nun per Korg Microkey beliebige MIDI Tonerzeuger "ansprechen". (Den Gaia Synth habe ich nur hinter das Microkey gelegt, um zu zeigen, wie schön sich dieses flache, kleine Keyboard direkt VOR einem normalgroßen Keyboard plazieren läßt. Was auch nur möglich ist, weil sich alle Anschlüsse seitlich befinden).

 
 

Abschließend noch ein kleiner Trick zur gleichzeitigen Verwendung von Microkey plus Nanopad (2).
Das Microkey hat leider KEINEN Sustain-Anschluß. Schade! Im Netz findet man Anleitungen, eine Klinkenbuchse einzubauen, das Mod Wheel abzulöten etc......
Ich bevorzuge den einfacheren Weg:
Im Kontrol Editor für das Mod Wheel CC64 einstellen (das ist CC für das Sustainpedal). Wenn dann das Mod Wheel gegen den oberen Anschlag "gefahren" wird, ist die Haltefunktion der Tasten aktiviert.
Nun fungiert allerdings das Mod Wheel nicht länger zum Steuern des Filters. Dazu taugt ja dann das Nanopad, und das sogar noch besser: CC71 und CC74 (Resonanz und Cutoff) auf die beiden Achsen des x / y  Pads gelegt, das war´s. Und die 16 Pads, die sind genial, um darauf per Kontrol Editor bis zu 4 stimmige Akkorde abzulegen, Akkorde, die man SO vielleicht gar nicht greifen kann, oder einfach für superschnelle Akkordwechsel.
* Das Microkey 25 fällt in dieser Minikeyboardbaureihe etwas "aus der Reihe": Es hat immerhin einen Sustain-Taster (und statt der beiden Wheels einen Joystick)...... und keinen USB Hub, weshalb es ja auch vom Kenton MIDI USB Host "erkannt" wird.

 

Und dann, im Frühjahr/Sommer 2016, kommt die Mk II Reihe der MicroKeys auf den Markt.
Vielleicht nicht so gut für die reine PC Anwendung, ist doch der Hub weggefallen. Dafür gibt es nun aber eine Buchse zun Anschluß eines Pedals/Tasters (Funktion per Software festlegbar).
Prima allerdings für die Nutzung als Midi Keyboard: Durch den Wegfall des Hubs wird die gesamte MicroKey Mk II Reihe nun vom Kenton MIDI USB Host erkannt !

 
 

So schaut das MicroKey Mk II nun anschlußseitig aus.

 
 
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