- CLS22 Netzbrumm - mariemusic

mariemusic

______

Direkt zum Seiteninhalt
Tipps & Tricks / CLS22 Netzbrumm

Das Dynachord CLS 22 (222) ist gewiß eine der besten (Hardware) Leslie Emulationen. Wenn da nur dieser lästige Netzbrumm nicht wäre. Auch wenn er nicht auf den Sound (Recording) durch"schlägt", er nervt einfach im Studio. Aber woher kommt dieser Netzbrumm?
Das Netzteil, 15V symmetrisch. Woher der Brumm nun genau kommt, läßt sich nicht ermitteln, vielleicht vom Trafo (möglicherweise unterdimensiniert?), oder von den Spannungsreglern (auf dem Kühlblech)? Schraubt man den Blechdeckel ab, ist jedenfalls erst einmal Ruhe. Scheinbar. Der Netzbrumm ist zwar immer noch da, nur ist jetzt der Resonanz"körper" weg. Eine Erklärung liefert das folgende Bild.
Das Kühlblech ist so hoch, dass das Abdeckblech ohne den geringsten Abstand preß aufliegt. Möglicherweise ist es das Konzept, das Abdeckblech in die Wärmeableitung mit einzubeziehen. Der Netzbrumm wird auf das Abdeckblech übertragen, das Abdeckblech als Resonanzkörper.
So sehr ich Geräte mit einem 220V Anschluß mag, in diesem Fall wird nur eine Maßnahme helfen: Stromversorgung (15V sym.) nun doch über ein externes Netzeil.
Alle Bauteile für das externe Netzteil sind beisammen: Netztrafo, Gehäuse, Anschlussbuchsen vom Electronic Dealer deines Vertrauens.
Ferig ins Gehäuse eingebaut, Spannungen gemessen, Schreck bekommen: Die negative Spannung beträgt nicht -15V, stattdessen -23V ? Regler defekt??? Alle Lötstellen geprüft, einen neuen Regler eingebaut, gleiches Ergebnis. Bis ich bei meinen Recherchen entdeckte; der Negativ Festspannungsregler braucht eine kleine Last um die definierte Spannung abgeben zu können.
Test: R 1k Ohm zwischen gnd und -15V geklemmt, und siehe da, auch die negative Spannung ist korrekt.
Nun nur noch eine Buchse ins CLS Gehäuse eingebaut, die CLS-internen Festspannungsregler (Ausgänge) abgeknipst und die "neue" Stromversorgung angelötet.
Welch wundervolle Ruhe jetzt ganz OHNE Netzbrumm!


Maries non commercial Homepage
um das Thema Musikelektronik
Zurück zum Seiteninhalt